Talente und Potentiale im Unternehmen entdecken und fördern!

Als Personalentwicklerin arbeite ich in Unternehmen mit Talent- und Potentialmanagement zur Entwicklung von Entwicklungskonzeptionen, für Auswahlprozessen und zum Implementieren von Auswahlprozessen…..

Diese Instrumente können nur ihre volle Wirksamkeit entfalten, wenn die Mitarbeiter/innen sich ihrer Starken und Potentiale bewusst sind, wenn sie wissen, welchen Sinn ihr Berufsleben haben muss, wie sich ihre Selbstverwirklichung im Arbeitsprozess ausschaut.

Niemand kann jemanden von außen sagen – nein auch nicht Jobcenter und Agentur für Arbeit, so ehrenwert das Ansinnen auch ist, wie sich Selbstverwirklichung und die daraus resultierende Motivation konkret darstellt. Die ist ein innerer Prozess, welcher jedem/ jeder laut Grundgesetz zusteht.

Unsere Gesellschaft steht genau an einem Wendepunkt: 60 Prozent und mehr der Mitarbeiter/innen sind emotional nicht mit dem verbunden, was sie im täglichen Arbeitsprozess tun. D.h. Bei denen kann ein Potentialmanagement nur eine Umorientierung oder einen Ablöseprozess einleiten.

Noch fataler sieht es in unserer Jugend aus: nach Absolvieren der Schule haben 50 % unserer Jugendlichen keine konkreten Vorstellungen von Ihren Potentialen und Stärken bzw. Falsche Vorstellung von ihrer beruflichen Orientierung!

(20-30 % Studienabbrecher, 20-30 % Ausbildungsabbrecher, 10- 13 Prozent Jugendarbeitslosigkeit dazu kommen hier wahrscheinlich auch die 60 % Mitarbeiter/innen, welche keine emotionale Bindung zu dem was sie tun haben – Armes Deutschland . Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht – haben wir unsere Kinder wirklich dafür geboren?!)

In Deutschland beenden nach neueren Studien etwa 21 Prozent der deutschen Studenten ihr Studium ohne Abschluss. Die Quote an Universitäten ist etwas geringer (20 %) als an Fachhochschulen (22 %). [1] Diese Zahlen gelten nur für die deutschen Präsenzhochschulen. Fernuniversitäten haben eine darüber hinausgehende Abbruchquote. Nach einer HIS-Studie aus dem Jahr 2002brechen derzeit durchschnittlich 25 % eines Studienjahrganges ihr Studium ab.
Quelle Wikipedia

Die Durchschnittskosten eines Studienplatzes wurden auf jährlich 5500 Euro veranschlagt, ein vierjähriges Studium auf 22 000 Euro

http://www.tagesspiegel.de/wissen/hochschulen-studienplaetze-werden-neu-berechnet/1357966.html

Wenn 55 T Studenten jährlich feststellen, dass sie das falsche Fach erwischt haben, kostet uns das jährlich.

= 302 500 000 € Zzgl. BAföG je Monat 495 €.

Ein Auszubildender in Deutschland kostet dem Ausbildungsbetrieb im Durchschnitt 15.288 Euro pro Jahr. Den höchsten Anteil an den Kosten nehmen die Personalkosten für die Auszubildenden ein, insbesondere die Ausbildungsvergütung. Sie schlagen mit 9.490,00 Euro zu Buche. Hinzu kommen die Personalkosten für das Ausbildungspersonal mit 3.292,00 Euro. Anlage- und Sachkosten, sowie sonstige Kosten belaufen sich auf 2.505,00 Euro.

http://www.dgb-jugend-muenchen.de/index.php?id=68

Rund 150.000 Ausbildungsverträge wurden 2011 vorzeitig aufgelöst, ein Drittel davon noch in der Probezeit. Die höchsten Abbrecherquoten verzeichnen demnach Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, wo jeder dritte Ausbildungsvertrag vorzeitig aufgelöst wird. Am unteren Ende der Skala liegen Baden-Württemberg und Bayern mit Quoten von um die 20 Prozent.

http://www.welt.de/wirtschaft/article113121540/Jeder-vierte-Azubi-schmeisst-seine-Lehre-hin.html

50.000 Abbrüche, *1 274 €/mtl. 63 700 000 € bei einem Monat Beschäftigung, jedoch nur 1/3 der Ausbildungen werden in der Probezeit abgebrochen: zzgl. mindestens 254 800 000 € nach der Probezeit.

= 318.500 000 € Fehlinvestitionen für die Unternehmen.

Zzgl. Kosten für Bewerberauswahl: 20 263 €. Bei 50.000 Ausbildungsabbrüchen sind das mal schlapp.

= 1 013 150 000 Verluste für die Unternehmen. (WAS kosten uns HR Prozesse!).

Welch ein volkswirtschaftliches Potential vergeuden wir hier, weil Schulabgänger nicht wissen, welcher berufliche Inhalt zu ihrer Selbstverwirklichung, zu ihrem Traumjob gehört.

Ausbildungsplätze werden auch durch die AA/ Jobcenter vermittelt, hier gibt es das Berufenet und die Berufsberatung und ich stehe dem ausgesprochen skeptisch gegenüber:

O-Ton Bewerber: “ich möchte Immobilienkaufmann werden, warum? Hat mir Agentur für Arbeit gesagt!”

Als Personalentwicklerin gebe ich nicht von außen hinein, sondern eröffne dem Mandanten den Raum für eine eigene Potentialentfaltung, dabei halte ich es gern so:
“Wenn ich Menschen nicht dazwischenfahre, passen sie auf sich selbst auf, wenn ich Menschen nicht befehle, verhalten sie sich von selbst richtig, wenn ich Menschen nicht predige, werden sie von selbst besser, wenn ich mich Menschen nicht aufdränge, werden sie sie selbst…(und) in das Leben der Dinge eingreifen.“ (Rogers,C./Rosenberg, R.: Die Person als Mittelpunkt der Wirklichkeit 1980, Seite 195f).
Wenn wir aufhören anderen vorzuschreiben, wie sie zu sein haben, wer sie sind und wie viel Wert ihre Arbeit und ihr Einkommen hat, dann verwirklichen wir unser Grundgesetz nach freier Entfaltung der Persönlichkeit unabhängig von Alter, Rasse, Geschlecht, Nationalität und Einkommen (das kann bestimmt ergänzt werden).

Bedingungsloses Grundeinkommen gibt unseren Kindern und Jugendlichen das Recht zurück, sich selbst und ihre Träume zu verwirklichen. Darauf hat jedes Kind in unserem Land und auf dieser Erde ein GEBURTSRECHT.

Die gegenwärtige Praxis bedeutet das Gegenteil wir vergeuden jedes Jahr schlapp.

1.635 150 000 EUR an volkswirtschaftlichen und betrieblichen Ressourcen und das Vertrauen unserer Jugend und Kinder. IST UNS DAS WERT?!

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